Migrationsdaten in Südamerika

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Die Geschichte Südamerikas wurde durch drei wesentliche Migrationsströme auf dem Kontinent geprägt: erstens Einwanderung aus dem Ausland, zweitens Migration innerhalb des Kontinents und drittens Auswanderung von Menschen Südamerikas in Industrienationen.

In den vergangenen Jahren ist es zu millionenfachen Wanderungsbewegungen innerhalb Südamerikas gekommen. Im Rahmen regionaler Integration wurden diverse Abkommen verhandelt, um die Migrationsbedingungen zu verbessern und die sozialen Rechte von Migranten zu gewährleisten.

Migration und menschliche Mobilität auf dem Kontinent wurden in letzter Zeit stark durch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigt, da Staaten internationale, grenzüberschreitende und landesinterne Wanderungsbewegungen zu minimieren versuchten, um das Infektionsgeschehen und die Pandemiefolgen einzudämmen. Um einen ausreichenden Schutz von Menschen ohne Staatsbürgerschaft während der Krise (und damit auch der Gesamtbevölkerung) zu gewährleisten, haben einige südamerikanische Staaten Verfahren angepasst, um sicherzustellen, dass Menschen ohne Staatsbürgerschaft über einen geregelten Aufenthaltsstatus verfügen und Zugang zu sozialen Rechten erhalten.

Wichtige Migrationsdatenquellen auf nationaler und kontinentaler Ebene sind die Statistikämter der jeweiligen Länder (Spanisch: Institutos de Estadística y Censos) sowie das Continuous Reporting System on International Migration in the Americas (Spanisch: SICREMI); diese Stellen erheben Daten und analysieren Entwicklungen. In den letzten Jahren haben viele südamerikanische Staaten Investitionen getätigt, um die Steuerung der Migration zu verbessern. Damit wurde auch der Grundstein für bessere Migrationsdaten gelegt. 

 

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